„Windmonster“ mit 230 Metern Höhe – Alb Bote Online 27.10.2017

Im Tautschbuch südlich des kleinen Zwiefalter Ortsteils Mörsingen ist die Errichtung eines Windparks geplant. Fünf gewaltige Windräder sollen sich ab Ende 2019, wenn die gesteckten zeitlichen Ziele eingehalten werden können, drehen, eines davon auf Mörsinger Markung, die vier weiteren auf der Fläche des ehemaligen Munitionsdepots Pflummern, das zu Riedlingen zählt.

Zum Artikel im ALB BOTE

„Das ist eine Beleidigung für viele engagierte Bürger“ – Leserbrief

Zum vorläufigen Stopp der Planungen für einen Windpark bei Kettenacker (die SZ berichtete am vergangenen Frei­tag) erreichte uns ein Leserbrief:

Von Anfang an verfolge ich aus der Ferne die argumentativen Klimmzüge des Gammertinger Bürgermeis­ters, in meiner alten Heimat Ketten­acker einen Windpark knapp hinter der Ortsgrenze zu errichten. Ich freue mich sehr für die Kettenacke­rer, dass dieser Kelch hoffentlich dauerhaft an ihnen vorübergegangen ist. Bei uns im Hunsrück ist dies lei­der nicht geschehen mit entspre­chend negativen Auswirkungen be­züglich Lärm durch Windkraftanla­gen für die betroffenen Anwohner. Von der Verschandelung der Umwelt ganz abgesehen.

Die in der „Schwäbischen Zei­tung“ abgedruckte Aussage von Herrn Bürgermeister Jerg konnte ich aber doch nicht ohne einen Kom­mentar meinerseits stehen lassen. Ein beleidigter Bürgermeister, dem man seine Sandkastenförmchen weggenommen hat, bringt mit erho­benem Zeigefinger eine Warnung an die „Sektkorken knallenden Ketten­ackerer“ in die Öffentlichkeit, nach­dem er seinen Willen nicht bekom­men hat.

Herr Jerg, ein solches Verhalten ist des Amts eines Bürgermeisters nicht würdig und ist zudem eine Be­leidigung für viele engagierte Bür­ger! Es zeigt deutlich Ihren verletzten Stolz und Ihre Verärgerung, weil Sie Ihr persönliches Projekt gegen die kleine Kettenackerer Bevölke­rung nicht durchsetzen konnten. Im gleichen Zug dann noch die Ketten­ackerer darauf hinzuweisen, mehr bürgerschaftliches Engagement zu zeigen, ist schlichtweg unverschämt. Definitiv trägt Ihre Aussage aber nicht dazu bei, zukünftig wieder ver­trauensvoll als Stadtoberer mit den von Ihnen angesprochenen Bürgern zusammenzuarbeiten.

Ich bin stolz auf das Engagement der Kettenackerer, welches nötig war, um zu ihrem Recht zu kommen. Gerd Hanner, Boppard-Buchholz

Debatte im Windpark: Donth beim GEA „Blind-Date“

BLIND-DATES-SERIE

Von Christine Dewald

SONNENBÜHL. „Die Energiewende darf nicht nur eine Stromwende sein“, sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth. Und der Landkreis Reutlingen leistet seiner Meinung nach in Sachen Erneuerbare Energie durchaus substanzielle Beiträge, auch ohne dass weitere Windparks hinzukommen.

Zum Artikel auf gea.de

Rotmilan: Windparkpläne bei Kettenacker auf Eis

GAMMERTINGEN. Das Windkraftprojekt südlich von Kettenacker wird auf Eis gelegt. Das haben die vier beteiligten regionalen und lokalen Energieversorger aktuell beschlossen, informiert Ulrich Stark von der Kommunikationsabteilung der EnBW Baden-Württemberg. Hauptgrund ist ein Rotmilanpaar, das sich vermutlich erst vor Kurzem nördlich der geplanten Anlagen niedergelassen hat.

Zum Artikel auf gea.de

»Die positiven Klimaeffekte aus dem Land sind eine Fabel« Leserbrief im GEA v. 22.07.2017

Zu den Briefen »Koste es, was es wolle«, 24. 6., und »Schon Don Quichotte kämpfte gegen Windmühlen«, 1.7.

 

Dietmar Clapier, Pfronstetten, Mitglied

der Bürgerinitiative »Gegenwind Pfron­stetten«

Anmerkung der Redaktion:

Da sich ein Rechenfehler in den Leserbrief eingeschlichen hat, wurde ich gebeten, diesen vorerst wieder rauszunehmen.

Rolf „Muck“ Mayer

»Koste es, was es wolle« – Leserbrief im GEA v. 24.06.2017

In unserer aus sechs Teilorten bestehen­den Gemeinde Pfronstetten, gelegen an der B 312 zwischen Engstingen und Zwie­falten, sollen auf Betreiben der grün domi­nierten Landesregierung bis zu 30 Wind­kraftanlagen (WKA) mit einer Höhe von etwa 240 m erstellt werden (Frnsehturm 217 m). Für eine WKA muss mit Zuleitun­gen ein Hektar Wald gerodet werden.

Der Geopark Schwäbische Alb stellt insgesamt ein Dichtezentrum des Rotmi­lans dar. Durch die circa 70 m langen drei Rotorflügel der WKA bzw. durch deren Luftverwirbelungen werden nachweis­lich viele Greif- und andere Vögel sowie Tausende Fledermäuse getötet.

Durch diese verheerende Politik (Windkraft und Energie aus Biomasse) sind bei uns bereits 26 der bekanntesten Singvogelarten dezimiert, weil sie u. a. zu wenig Nahrung finden. Hätte ein Kern­kraftwerk so viel Natur zerstört, wie es die Wind- und Bioenergie macht, wäre es schon längst stillgelegt worden. Früher war die Windschutzscheibe nach einer Autofahrt voller Insekten. Heute finden sich nur noch wenige darauf, wie man selbst feststellen kann.

Minister Untersteller und Ministerprä­sident Kretschmann betreiben eine nach­haltige Umweltzerstörung in unserem windärmsten Bundesland (beide wan­dern angeblich gern). Die politischen Grü­nen haben sich die Energiewende zum Programm gemacht, koste es, was es wol­le. Sie waren in Wirklichkeit in Deutsch­land noch nie eine Naturschutzpartei, sondern eine antikapitalistische Partei, die sich gegen die Kernkraft und die Arbeitsplätze schaffende Industrie enga­giert. Die Menschen und auch Flora und Fauna sind ihnen egal, wenn es um die Durchsetzung ihrer Ideologie bzw. ihrer Interessen geht.

Da der Wind oft nicht weht, ist der Windstrom eine höchst unzuverlässige Quelle. Wir brauchen aber Grundlast­strom (Strom immer in der gerade benö­tigten Menge verfügbar).

Schon jetzt stehen weit über 1 200 WKA in Wäldern (Fläche von über 2 400 rn). Der Wald ist als größter Wasserspeicher der Erde eine globale Kli­mamaschine, er speichert und filtert pro Quadratmeter bis zu 200 Liter Wasser. Das Verhältnis der C02-Reduktion zwischen einer WKA und einem Hektar Hochwald fällt für die WKA außerdem negativ aus.

Der weltweite Ausstoß von C02 ist lediglich zu 5 Prozent von der Menschheit verursacht, die restlichen 95 Prozent sind natürlichen Ursprungs. Wir sind an die­sen 5 Prozent (5 Prozent = 100 Prozent) mit 2,4 Prozent beteiligt, d. h. dass Deutschland am vom Menschen verur­sachten Ausstoß an C02 mit lediglich 0,12 Prozent beteiligt ist. Die C02 .Emissionen haben sich in Deutschland bisher trotz aller .WKA und Biogasanlagen nicht ver­ändert, sie werden aber mit Sicherheit zunehmen, je mehr Wald dafür gerodet wird, dafür sorgt auch der Emissionshan­del.

An den geplanten Stromtrassen von Nord nach Süd hat die Windkraftindustrie keinerlei Interesse, denn für sie sind die WKA in Baden-Württemberg Lizenzen zum Geld drucken. Wir Verbraucher zah­len dieses Jahr über die EEG-Umlage 25 Milliarden Euro an die WKA-Betreiber mit steigender Tendenz (2003 waren es erst 500 Millionen Euro). Auch deshalb müs­sen diese Industrie und ihre grünen Helfer bei der Bundestagswahl am 24. Septem­ber gestoppt werden.

Die Rotorblätter als Schlüsselkompo­nenten der WKA bestehen hauptsächlich aus glas- bzw. kohlefaserverstärkten Kunststoffen (GFK, CFK). Sie sind Son­dermüll und müssen 2021 nach 20 Jahren Laufzeit abgebaut werden. Etwa 155 000 Tonnen fallen dabei an. Jedes Jahr kom­men noch circa 41 000 Tonnen hinzu. Die Frage der Lagerung dieses Giftmülls ist bis heute ebenso wenig geklärt wie die Lage­rung des Atommülls.

Die vorhandenen Anlagen für Recy­cling durch Pyrolyse reichen für eine kont­rollierte Rückgewinnung der Kohlefasern der etwa 9 bis 11 Tonnen schweren Blätter nicht aus. Die Fasern sind der Wirkung von Asbest gleich zu setzen. Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisa­tion steht CFK unter dem Verdacht, Krebs zu erregen; ein gefährliches Problem.

Die Gefahrenquelle Infraschall durch WKA (unhörbarer Schall unterhalb der menschlichen Hörschwelle) für die menschliche Gesundheit wurde lange nicht beachtet. Moderne Untersuchun­gen, neue Forschungsansätze und Einzel­berichte von Ärzten führten zu einer anderen Bewertung des Themas Infra­schall. Es gibt keinen Schutz dagegen und er wird in Innenräumen zum Teil noch verstärkt. Die Gesundheitsgefährdung geht von Tinnitus über Schlafstörungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Betroffene mussten wegen schwerer Gesundheitsschäden, verursacht durch Infraschall, nachweislich bereits den Wohnort wechseln.

Wenn die Politik jetzt nicht gegen­steuert und ihre Fehler einsieht, wird auf ihrem derzeitigen Kurs der naturzerstö­rende und spätere wirtschaftliche Nieder­gang in ein Desaster führen. Es droht der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit und vie­ler Arbeitsplätze

Dietmar Clapier, Pfronstetten, Bür­gerinitiative »Gegenwind Pfronstetten«

Engstingen: Kritik an Windkraftplanung rund um Kohlstetten – GEA v. 19.05.2017

Energie Die Gemeinde Engstingen nimmt Stellung zum Teilplan Windkraft 2017 des Regionalverbands Neckar-Alb

Zum Artikel auf gea.de

»Es gibt Alternativen« Leserbrief an den GEA v. 13.05.2017

Der Wind-Wahnsinn breitet sich im gan­zen Land fast nur noch in Waldgebieten aus – grüne Illusion, Winde einzufangen, wo sie nicht vorhanden sind; Wasser­schutzgebiete als bedeutungslos einzu­stufen, wenn sie es für richtig halten, Windkraftanlagen zu erstellen. Die grü­nen Naturschützer sehen es als kein Fehl­verhalten an, für 58 Windkraftanlagen zwischen Oberstetten und Zwiefalten 51 900 ar Wald zu vernichten. Es interes­siert nicht, ob die Bevölkerung um Pfronstetten von Windmonstern eingekesselt wird, der Regionalverband Neckar-Alb sitzt in Mössingen, also weit weg von die­sen Monstern, damit ja niemand Schaden nimmt, und in Mössingen sind sie auch außer Sichtweite.

Es gibt Alternativen, ohne Naturwaldzerstörung, ohne tödli­chen Vogelschlag geschützter Greifvögel, ohne gefährlichen Infraschall, jedoch sieht der BUND keine Notwendigkeit, sich der Wahrheit zu stellen und weiteren Kon­flikt zu vermeiden. Der Regionalverband Neckar-Alb handelt gewissenlos und unverantwortlich, im Wald oder in Was­serschutzgebieten Windkraftanlagen zu befürworten. Das ist ein nie da gewesener Missbrauch der deutschen Staatswälder, eine vollkommene Missachtung unserer Grundgesetze (keine Industrieanlagen im Wald).

Gerda Braun, Sonnenbühl

Windpark Hohfleck: Sowitec schließt Klage nicht aus – GEA v. 11.Mai 2017

SONNENBÜHL. Das Regierungspräsidium Tübingen hat gestern den vom Investor Sowitec eingelegten Widerspruch gegen die ablehnende Entscheidung des Landratsamts Reutlingen zu fünf Windkraftanlagen auf dem Hohfleck, der zur Gemarkung Undingen der Gemeinde Sonnenbühl gehört, zurückgewiesen.

 

Zum Artikel auf gea.de